Die reichsten Männer der Welt umweht stets der nicht so glamouröse Verdacht der Steuervermeidung. Elon Musk soll 2018 in den USA sogar überhaupt keine staatliche Einkommensteuer gezahlt haben, wie investigative Journalisten des Verbundes ProPublica im Sommer 2021 berichteten. Von 2014 bis 2018 sei der CEO von Tesla und SpaceX auf einen durchschnittlichen Steuersatz von mageren 3,3 Prozent gekommen. Jetzt will der laut "Forbes" reichste Mensch der Welt öffentlichkeitswirksam diesen schlechten Ruf loswerden – und verkündet auf Twitter gleich mal die Bilanz seiner Steuererklärung 2021. (Lesen Sie auch: Elon Musk – so könnte der Visionär der erste Billionär der Welt werden)
Elon Musk: So viel Steuern zahlt er
"Wen es interessiert: Ich werde dieses Jahr über elf Milliarden Dollar an Steuern zahlen", informierte Musk am 20. Dezember 2021 per Tweet. Dafür gab es in weniger als 24 Stunden mehr als eine halbe Million Likes. Musk hatte die Mega-Steuerzahlung ebenfalls auf Twitter angestoßen. Er hatte im November 2021 seine Follower gefragt, ob er zehn Prozent seiner Tesla-Aktien verkaufen soll, um Steuern zahlen zu können. Denn die Abgaben werden erst fällig, wenn Wertpapiere abgestoßen werden. Musk ließ Twitter-Nutzer abstimmen. Knapp 60 Prozent von 3,5 Millionen Usern votierten für den Verkauf.
Jetzt hat der Unternehmer dafür gewissermaßen die Quittung präsentiert.
Musk: Größte Steuerzahlung der Geschichte?
Musk inszeniert die gigantische Steuerzahlung gewohnt öffentlichkeitswirksam. Mitte Dezember 2021 betonte er auf Twitter, dass kein Amerikaner bislang mehr Steuern gezahlt habe als er in diesem Jahr. Ein Experte des TV-Senders CNBC sah das ähnlich. Wie es allerdings mit dem mehrjährigen Durchschnitt aussieht, bleibt offen. Die britische Zeitung "The Guardian" wies ferner darauf hin, dass Musk vermutlich ohnehin demnächst seine ursprünglich 23 Prozent an dem Autobauer hätte reduzieren müssen. Hintergrund seien demnach Aktienoptionen, die im August 2022 nach zehn Jahren auslaufen. (Auch interessant: Von Elon Musk korrigierte Uni-Arbeit versteigert)
Zudem war unter der Regierung von US-Präsident Joe Biden zuletzt der Druck gewachsen, Superreiche endlich einen angemessenen Teil der Steuerlast tragen zu lassen. Demokraten im Kongress drängen dazu unter anderem auf eine neue Abgabe, die speziell auf die besonderen Vermögensverhältnisse von Milliardären zugeschnitten ist.
Author: Norma Smith
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